Wir testen ja nun schon eine Weile das Kinder E-Quad S-10 von Actionbikes. Unsere Jüngste ist nach wie vor begeistert davon und liebt es mit dem Quad durch den Garten zu cruisen. Wir wurden auch schon von interessierten Leuten angesprochen, was das für ein Quad ist und ob wir damit zufrieden sind. Letzteres können wir ganz klar mit JA beantworten, auch wenn ggf. das ein oder andere Feature fehlt.

Aus unseren Erfahrungen und eigenem Interesse heraus haben wir jetzt mal einen Fragenkatalog zusammengestellt, um euch bei der Quadauswahl und Kaufentscheidung zu helfen.

 

Ab welchem Alter kann mein Kind Quad fahren?

Hier muss man unterscheiden zwischen Mini-Quads, die eine geringere Leistung aufweisen und eher Spielzeug-Quads sind und größeren Quads mit mehr Leistung und Geschwindigkeit.

Die kleineren Quads, die eher wie ein Spielzeug zu sehen sind, sind für Kinder von 3 bis 6 Jahren geeignet. Sie erreichen maximale Geschwindigkeiten von 6 km/h, sodass Eltern hier jederzeit eingreifen können und nichts passieren kann.

Für Kinder ab 5 Jahre gibt es schon Elektro-Quads, die Geschwindigkeiten bis zu 25 km/h erreichen können. Oft ist bei diesen E-Quads ein Drosselschalter mit 2- bis 3-Stufen vorhanden, sodass Eltern hier die Maximalgeschwindigkeit den Fähigkeiten und Alter des Kindes anpassen können. Diese Quads können maximal, je nach Modell, mit bis zu 60 kg genutzt bzw. geladen werden.

Für Kinder ab 8 Jahre gibt es Elektro- und Benzin-Quads, wobei die Benzin-Quads deutlich höhere Geschwindigkeit erreichen können. Die maximale Zuladung ist bei beiden Varianten 80 kg.

Unsere Jüngste ist 11 Jahre ist sie fährt super mit dem E-Quad S-10. Die Geschwindigkeit ist auch vollkommen ausreichend. Selbst wir Eltern könnten bei der maximalen Zuladung noch damit fahren (mit etwas Auge zudrücken und 4 Heliumballons in der Hand 😉 ).

 

Wo darf mein Kind mit dem Quad fahren?

Kinder dürfen ja nur mit einem Kinder-Quad fahren, die auch auf deren Alter und Größe angemessen sind. Da diese selten eine Straßenzulassung haben, dürfen die Kids nur auf privatem Gelände, im Garten oder ausgeschilderten Geländestrecken unter Aufsicht fahren.

 

Hat das Kinderquad eine Straßenzulassung?

Kinderquads haben in der Regel keine Straßenzulassung. Quads für größere Kinder, also ab 16 Jahren, gibt es mit Straßenzulassung, da man für diese Fahrzeuge mindestens einen Rollerführerschein, also Führerscheinklasse AM benötigt. Alle die einen Führerschein der Klasse B besitzen, dürfen selbstverständlich mit einem Quad mit Straßenzulassung und Kennzeichen auf öffentlichen Straßen fahren.

 

Welcher Quadantrieb ist besser – Benzin oder Elektro?

Ob ein Benzin- oder Elektro-Quad besser ist, kann man so pauschal nicht sagen. Einfacher zu bedienen und ideal für Einsteiger sind aber definitiv die Elektro-Quads. Hinzu kommt noch, dass diese im Vergleich zu Benzin-Quads grundsätzlich umweltfreundlicher sind, da sie keine fossilen Brennstoffe benötigen (ja, natürlich könnten wir jetzt die Diskussion um die Batterieproduktion und die Entsorgung führen, aber wir betrachten jetzt mal rein die laufende Nutzung).

Worauf wir bereits angesprochen wurden und was auch eine positive Erfahrung ist, die wir gemacht haben, ist die Lautstärke des Motors. E-Quads sind deutlich leiser und damit auch irgendwie beliebter, da man so nicht die Nachbarn permanent stört, wenn man die Wiese im Garten durchwühlt 😉 .

Die Wartung ist bei einem Elektroquad auch einfacher. Lediglich die Geschwindigkeit könnte bei dem E-Quads ein Nachteil sein, denn diese erreichen oft maximal 25 km/h, wo Benzin-Quads dagegen, je nach Modell, auch 50 km/h schaffen.

Wir haben ein E-Quad und finden die 25 km/h völlig ausreichend für das Rumcruisen im Garten. Oft erreicht unsere Tochter im Garten auch gar nicht die Höchstgeschwindigkeit, da ja Bäume und Sträucher im Weg stehen und sie mehr wegen dem allgemeinen Quad-Fahrspaß und der Action damit fährt.

Für Kids, die das hobbymäßig machen und regelmäßig im Gelände fahren, wäre durchaus ein Benzinquad von Vorteil. Dort stören dann auch nicht die lauten Motorgeräusche und der Benzingeruch.

 

Welche Sicherheitsausrüstung braucht mein Kind für das Quad?

Ganz wichtig sind ein Helm und möglichst lange Kleidung. Um auf Nummer sicher zu gehen, können auch Handschuhe und Protektoren für Ellenbogen und Knie getragen werden, um Schürfwunden bei eventuellen Stürzen oder Auffahrunfällen zu vermeiden. Klar sollte immer ein Elternteil dabei sein, wenn die Kids mit einem Quad unterwegs sind, aber wie wir alle wissen, kann manchmal unverhofft etwas passieren, wo man nicht so schnell eingreifen kann. Und seien wir doch mal ehrlich, es gibt genügend Kids, die risikofreudig sind und gern mal schneller als es angebracht wäre, über Stock und Stein unterwegs sind.

Bei dem Helm ist es ratsam, einen richtigen Cross-Helm zu kaufen. Fahrrad- oder Skaterhelme sind oft nicht stabil genug, um den Kopf bei einem Aufprall richtig zu schützen.

 

Helm ist nicht gleich Helm

Die perfekte Passform des Helmes ist auch wichtig und sollte beim Kauf beachtet werden. Wenn ihr euch unsicher seid, dann schaut euch im Motorradladen um und lasst euch dort beraten.

Unsere Tochter hat vom Kopfumfang auch eine Größe, die man nicht mehr in der Kinderhelm-Abteilung bekommt. Wir waren in einem Motorradladen und haben den vorher online ausgesuchten Helm vor Ort probiert und mussten feststellen, dass dieser nicht passt. Wie wir erfahren haben, ist nicht nur der Kopfumfang für den perfekten Helm wichtig, sondern auch die Kopfform. Letztendlich haben wir für sie einen Helm aus der Erwachsenenabteilung gekauft, denn der passt perfekt und sie kann ihn leicht auf- und absetzen.

Der Helm sollte vor allem für größere Quads, wenn möglich auch der ECE-Norm 22/05 entsprechen. So kann man sicher sein, dass der Helm den Sicherheitsstandards entspricht und dem Kind die höchste Sicherheit bietet.

Für noch mehr Schutz ist ein Helm mit Visier und Kinnschutz sinnvoll, gerade bei Mädels.

 

Dürfen mehrere Personen auf dem Quad mitfahren?

Auf den Mini-Quads ist maximal ein Fahrer erlaubt. Natürlich gibt es auch größere Quads, wo bis zu zwei Personen erlaubt sind, allerdings sollte man hier darauf achten, was in der Bedienungsanleitung steht und als maximales Gewicht zugeladen werden darf.

 

Wie schnell fahren Kinder-Quads?

Mini-Quads oder Pocket-Quads, die eher als Spielzeugfahrzeuge zu sehen sind, erreichen Geschwindigkeiten von 3 bis 6 km/h.

Kinder E-Quads können bis zu 25 km/h fahren, wobei hier oft eine 2-stufige Drosselung von 10 km/h und 25 km/h möglich ist. So können die Eltern entsprechend dem Alter und Fahrgeschick der Kids die maximale Geschwindigkeit einstellen. Natürlich gibt es auch Elektroquads, die maximal 35 km/h erreichen, abhängig vom Modell.

Kinder-Benzinquads können eine Geschwindigkeit von bis zu 50km/h erreichen. Allerdings sollten diese dann auch nur von erfahrenen und fortgeschrittenen kleinen Rennfahrern gefahren werden.

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