Wir lieben es grün und bei uns gibt es viele verschiedene Sträucher, Bäume und Hecken im Garten. Schon letztes Jahr haben wir bei Bekannten gesehen, dass deren Buchsbaum-Hecke abgefressen und total braun geworden ist. Grund dafür war der Buchsbaumzünsler, den man, wenn er einmal drin ist, nur sehr schwer und mit sehr viel Geduld wieder los wird.

Bislang wurden wir davon verschont und hofften immer, dass es uns nicht erwischt. Doch leider kam Mitte August der Schock: erste braune Stellen in der Buchsbaum-Hecke und bei genauerer Betrachtung auch die Erklärung dafür: der Buchsbaumzünsler hat sich eingenistet. Schnell haben wir reagiert und im Baummarkt ein natürliches Bekämpfungsmittel und Algenkalk geholt. Damit haben wir zwar den Buchsbaumzünsler gestoppt, aber die Hecke sieht sehr mitgenommen aus. Jetzt heißt es: warten, denn erst im nächsten Frühjahr fängt – hoffen wir zumindest – die Hecke wieder an zu treiben.

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Was aber wenn nicht?

Europäische Eibe als alternative Heckenpflanze

Klar müssen wir der Buchsbaum-Hecke jetzt etwas Zeit geben, aber was ist, wenn sie dann doch nicht mehr so ausschlägt wie wir es uns erhoffen? Darüber haben wir uns schon Gedanken gemacht und nach Alternativen gesucht. Dabei sind wir auf die Europäische Eibe, auch Taxus Baccata gestoßen. Sie ist ein heimischer Strauch, der als gute Alternative zum Buchsbaum gilt. Und sie feiert gerade ihr Comeback. Liegt es daran, dass gerade so viele mit dem Plagegeist Buchsbaumzünsler zu kämpfen haben?

Vorteile und Nachteile der Taxus Baccata

Taxus Baccata hat einige Vorteile, wodurch sie auch immer beliebter wird. Zum einen lässt sie sich analog dem Buchsbaum in alle möglichen Formen schneiden, weshalb sie auch als super Ersatz für den Buchsbaum gilt. Hinzu kommt, dass die Europäische Eibe pflegeleicht ist, wenig Wasser benötigt und einen super Sichtschutz bietet.

Die Eibe wächst mit 25cm pro Jahr allerdings relativ langsam und dürfte für all diejenigen, die eine schnelle Sichtschutz-Hecke suchen, eher ungeeignet sein. Das langsame Wachstum hat aber den Vorteil, das man sie nur einmal pro Jahr zurückschneiden muss. Also ideal für alle, die zwar einen Garten mit viel Grün, aber wenig Zeit haben.

Die Eibe ist sehr giftig und daher ist viel Vorsicht geboten, wenn ihr kleine Kinder oder Haustiere habt, die gern im Garten spielen. Hier solltet ihr schauen, ob ihr eventuell noch eine Alternative findet. Solltet ihr euch dennoch für die Taxus Baccata entscheiden, dann achtet darauf, dass ihr beim Pflanzen und Schneiden der Sträucher immer Handschuhe tragt.

Was muss ich über die Taxus Baccata wissen?

Die Taxus Baccata, auch Gemeine Eibe ist eine immergrüne Heckenpflanze mit sehr dicht nebeneinander wachsenden dunkelgrünen Nadeln. Sie ist sehr blickdicht, lässt sich in beliebige Formen schneiden und ist ideal für niedrige Hecken. Sie blüht von Februar bis März, allerdings sieht man diese Blüten kaum. Dafür sind im Herbst viele rote Beeren an der Hecke, die eine sehr beliebte Nahrungsquelle für Vögel sind. Wer also Vogelgezwitscher liebt und aus diesem Grund einen vogelfreundlichen Garten gestalten möchte, der sollte unbedingt über eine Hecke aus Taxus Baccata nachdenken.

Ab Oktober ist für die meisten Ausführungen der Europäischen Eibe die ideale Pflanzzeit. Wer besonders auf Qualität Wert legt, der sollte nicht in den Baummarkt fahren, sondern sich die Pflanzen bei einem Gärtner holen, auch wenn diese dort etwas teurer sind. Wenn ihr keinen Gärtner in der Nähe habt, dann schaut euch doch mal im Netz um. Beispielsweise bekommt ihr die Pflanzen in verschiedenen Ausführungen und Größen bei Heckenpflanzentotal, wo die Pflanzen frisch vom Feld kommen und danach direkt in den Versand gehen. So überstehen sie unbeschadet den Transport und ihr habt viel Freude mit dem Strauch oder der Hecke.